Sonntag, Dezember 06, 2009

Zur Aufwandsspende: Finanzgericht München

Maßgeblich ist, dass der Spender tatsächlich auf seinen Anspruch verzichtet. Der Verzicht wird wirksam, wenn er dem Auftraggeber, d.h. der gemeinnützigen
Körperschaft, zugeht. Für das Jahr des Zugangs der Verzichtserklärung ist
dem Spender eine Spendenbescheinigung auszustellen.
Eine "Aufwandsspenden ist eine Zuwendung in Form einer nicht ersetzten Aufwendung gegenüber einer gemeinnützigen Einrichtung, für die normalerweise ein
Ersatzanspruch besteht (z. B. Fahrtkosten, Büromaterial, etc.).
Sie liegt allerdings nicht etwa bereits darin, dass der Beauftragte bzw. der Spender Aufwendungen für die gemeinnützige Körperschaft tätigt. Denn zunächst
entsteht ein zivilrechtlicher Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen. Die Spende liegt erst im anschließenden Verzicht auf den Ersatzanspruch. Daher liegt im Fall einer Aufwandsspende auch keine Sachspende, sondern eine Geldspende vor.

FG München, Urteil vom 07.07.2009, Az. 6 K 3583/07