Sonntag, Oktober 30, 2005

DHB-Sportgericht untersucht “Phantom-Tor” in 2. Damen-Bundesliga

aus www.sportgericht.de:

Ein Protest des Handball-Zweitligisten der Damen, Union Halle-Neustadt, wird vom DHB-Sportgericht verhandelt. In einem Spiel des Clubs gegen HC Sachsen Neustadt soll den Gästen ein Tor verbucht worden sein, das nicht geworfen wurde.

Halle-Neustadt legte gegen die Wertung des Spiels gegen HC Sachsen Neustadt (36:36) Protest ein, weil den Gästen durch die Zeitnehmer ein Treffer zuerkannt worden war, der regulär wohl nicht gefallen ist. Die Recherchen des Vereins ergaben mehrere Unstimmigkeiten. Zum Ersten war der Zeitnehmer beim Ergebnis im Spielprotokoll von 25:24 gleich auf 26:25 gesprungen. Halle-Neustadt hatte aber dazwischen mit 26:24 geführt. Außerdem zeigt der Videomitschnitt der Partie, dass die Anzeigetafel nach einem verwandelten Siebenmeter der Gäste von 26:24 auf 26:26 gesprungen ist. "Und zum Dritten kann jeder auf dem Video mitzählen und erkennen, dass nur 71 Tore gefallen sind", sagt Burkhard Gräßler, Geschäftsführer des Clubs.

"Die Führung der Handball-Bundesliga-Vereinigung der Frauen hat sich mit dem Protest bereits beschäftigt. Wir wurden aufgefordert, binnen der geltenden Frist von drei Tagen alle Unterlagen zur Begründung einzureichen und auch die 500 Euro Gebühren nicht zu vergessen", sagte Gräßler.

Wurde hier ein Spielprotokoll absichtlich gefälscht, um Verein zu helfen?