Dienstag, April 19, 2016

SG H2Ku - VfL Pfullingen (3. Bundesliga) - Markweghalle - Herrenberg, Anpfiff Sa. 23.04.2016, 20.00 Uhr

Als Sponsor of the game darf ich Sie am kommenden Samstag recht herzlich in der Markweghalle Herrenberg begrüßen. Wir präsentieren unseren neuen Kooperationspartner in der Unternehmens- und Vereinsberatung. Seien Sie dabei; informieren Sie sich über unsere Dienstleistungen und Produkte.

Dienstag, April 12, 2016

Coaching für junge Schiedsrichter

Wer kennt nicht das Problem? Die Schiedsrichter sind in allen Teamsportarten u. a. wichtige Bausteine des Spiels. Ohne Schiedsrichter läuft nichts! Doch leider wird die Ausbildung, Begleitung und Fortbildung stiefmütterlich von den Vereinen und Verbänden begleitet. Zwar gibt es in vielen Vereinen Schiedsrichterobmänner, manchmal auch Schiedsrichterpaten, die die Jungschiedsrichter (w/m) zu den ersten Einsätzen begleiten, doch darüberhinaus ist Fehlanzeige angesagt.
Seit 2013 bieten wir Jungschiedsrichtern nunmehr die Möglichkeit, neben der Ausbildung in den Regelwerken, sich in der Persönlichkeitsentwicklung schulen zu lassen.

Der Inhaber der Fa. INCOS ist selbst langjähriger Handballschiedsrichter, Trainer und Referent in Verbands-und Vereinsangelegenheiten. Als Unternehmensberater ist er im Coaching und in der Personalentwicklung unterwegs. Die Module und berufliche Erfahrungen sind auch auf Mitarbeiter in Verbänden und Vereinen, also auch auf die Schiedsrichter anwendbar. Nur, man muss es wollen.

2013 hatten wir erstmals Schiedsrichter bei Turnieren begleitet und diese durch Coachingmaßnahmen ( Videobeobachtung, Auftreten, Persönlichkeitsentwicklung) geschult. Die Coachingmaßnahmenn fruchteten. Alle Referees pfeifen heute noch.

In der Saison 2014/2015 beriet der Unterzeichner Schiedsrichter in Leistungskadern hinsichtlich schwieriger Lebenssituationen. Dabei wurden mentale Fertigkeiten und Fähigkeiten der Typen entwickelt und optimiert. Dies fängt an mit dem Entree in die Halle und geht bis zum Verlassen der Halle und dem Aufsuchen des Fahrzeugs. Alle Phasen des Auftritts werden dabei sensibilisiert.

Im Sommer 2016 waren 5 Schiedsrichter mit mir auf einem Hausboot unterwegs. Neben vielen Gesprächen wurden Übungen zur Persönlichkeitsentwicklung und zu prekären Auftritten mit Videobeispielen erläutert.

Kennen Sie auch Schiedsrichter, die sich fortentwickeln wollen? Haben Sie Spass am Pfeifen, oder soll der Spass eintreffen, dann setzen Sie sich mit Herrn Wolfgang Maurer in Verbindung. Auf Gut Pfiff für die Sommerrunde.

Sonntag, September 06, 2015

Hält das geplante Antidopinggesetz, das was es verspricht?

Diese spannende Frage war Gegenstand der Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Sportrechtsanwälte am vergangenen Wochenende in Frankfurt. Kontrovers wurde diskutiert. Eine Gruppe kämpft für die Einführung. Diese Gruppe meint, mit drastischen staatlichen Sanktionen kann eine Abschreckung (Prävention) erfolgen. Die andere Gruppe hat verfassungsrechtliche Bedenken und meint, dass dieses Gesetz - möglicherweise gut gemeint, aber schlecht gemacht ist. Die Bekämpfung von Doping ist nur dann möglich, wenn der/die Sportler mitwirken. Das fängt schon damit an, dass diese eine Verpflichtungserklärung und eine Schiedsgerichtsvereinbarung unterschreiben. Verfassungsrechtliche Bedenken wurden ebenso geäußert, auch wurde bezweifelt, ob das Gesetz in der Praxis Anwendung findet. Die Meinungen gehen weit auseinander.

Über die rechtlichen Bedenken möchte ich mich nicht äußern. Hier sind bereits zahlreiche Spezialisten am Werk. Auch wird die Relevanz nur im absoluten Spitzensport (etwa bei Olympiateilnehmern) relevant werden, obgleich auch die Sportler im semiproffessionellem Bereich Adressat des Gesetzes sind. Ob sich im mittleren Breiten- und Leistungssport dieses Gesetz Verwendung findet, vermage ich stark zu bezweifeln, da die Gelder und andererseits die personellen Resourcen nicht vorhanden sind. Es fehlt an einer vernetzten Infrastruktur.

Auch greift das Gesetz nur für Inländer (also Deutsche) oder bei internationalen Veranstaltungen auf deutschem Boden; Vergehen oder gar Verbrechen (Straßmaß) von Ausländern werden wohl kaum von der deutschen Justiz verfolgbar werden Namibia oder China wird wohl keinen Sportler, der das Land repräsentiert, freiwillig an die deutschen Behörden ausliefern. Die Weltelite wird auch deutschen Boden meiden, um einer Entlarvung oder Verfolgung zu entgehen. Wenn das Gesetz nicht wenigstens EU-weit konformiert wird, greift es kaum und ist eine stumpfe Waffe gegen das gesundheitsgefährdende Doping im Sport. Der deutsche Saubermann meint es gut, aber wird kaum mit diesem Gesetz Erfolge verzeichnen.

Auch ist das Verbot der Doppelbestrafung zu vermeiden. Wenn der Sportler im privaten Schiedsgerichtsverfahren z. B. eine 4-jährige Sperre bekommt und danach auch noch ein Strafverfahren, evt. erst mit rechtskräftigem Abschluss nach 4 Jahren, an den Hals bekommt, kann sich die Höchstsperre faktisch verlängern, da eine Anprangerung in den Medien schon zuvor erfolgt ist, und die Unschuldsvermutung dann zumindest für das anschließende Strafverfahren ad absurdum geführt ist. Denn eine Bestrafung im Schiedsgerichtsverfahren kann keine Unschuldsvermutung im Strafverfahren auslösen. Eine Verhinderung solcher faktischen Gegebenheiten ist jedoch kaum realistisch.

Mit dem deutschen Antidopinggesetz wird der Druck auf die Sportler, die Privatspähre immer mehr aufzugeben, immer größer, um nicht schon von vorneherein in einen Generalverdacht zu kommen, den die Medien genüßlich breit treten können.

Ich bin gespannt, wie die Athleten, die Betreuer, die Organisationen, die Schiedsgerichte und die Rechtsprechung diesen Spagat einer Spinne in allen Beinen lösen will. Spannende Entscheidungen und Aufsätze der Experten erwarten Sie.

Rechtsanwalt Wolfgang Maurer Herrenberg